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Verleihung des Internationalen Jazzpreises der Nürnberger Nachrichten an Efrat Alony
Datum:
Sam, 03/10/2009 20:00
Veranstaltungsort:
Tafelhalle
Eintritt:
18 Euro (Schüler / Studenten erm. 12 Euro), VVK 15 / 10 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr
Efrat Alony - Stimme
Christian Thomé - Schlagzeug
Mark Reinke - Klavier
Efrat Alony trägt bei ihren Auftritten seit geraumer Zeit neben gediegener Abendgarderobe ein elektronisches Klangkleid. Dass der israelischen Sängerin diese Ästhetik hervorragend steht, durfte nicht zuletzt bei ihrem Konzert Anfang Mai in der Tafelhalle deutlich geworden sein. Die 34-jährige begibt sich – beeinflusst von Größen wie Björk, Radiohead oder Sigur Ros – auf ihrem mittlerweile vierten Album „Dismantling Dreams“ (ENJA) auf experimentelles Popterrain und atmet dabei stets die Freiheit des Jazz. Unter dem Namen „Alony“ führt sie zusammen mit Ausnahmeschlagzeuger Christian Thomé und ihrem langjährigen Begleiter Mark Reinke am Klavier ihre „kleinen Ohrfilme“ vor. Dabei schnarrt und klackert es geheimnisvoll, während Alony ihre vielseitige Altstimme in Loops einfängt und vom „kaj:kaj String Quartett“ weitergetragen wird. Beeinflusst von zeitgenössischen (Daliah Ravikovitz) und klassischer (W.B. Yeats) Dichtung ruft sie surreale Traumlandschaften ins Bewusstsein, die zwar dunkel, aber niemals bedrohlich wirken. So entspinnt sich im liebevoll gestalteten Video zur Single „Lights On/Off“ eine symbolreiche Reise einer Figur, die an Alberto Giacomettis fragile und getriebene Skulpturen erinnert. Am Ende des Stücks wachsen ihr Flügel.
Efrat Alony (1975 in Haifa geboren) studierte in Israel, den USA und Deutschland Jazz- und klassischen Gesang sowie Komposition und Arrangement. Seit über einem Jahrzehnt steht sie bereits auf der Bühne, war Gesangstrainerin bei Theaterproduktionen und trat mit wechselnden Orchesterbesetzungen (u.a. dem Zürich Jazz Orchestra und dem Nürnberger Sunday Night Orchestra) auf. Mit Nürnberg verbindet die Sängerin ohnehin Ereignisreiches: Im Frühsommer 2008 nahm sie im Frankenstudio Nürnberg beim Bayerischen Rundfunk ihr aktuelles Werk „Dismantling Dreams“ auf. Schon 2005 galt sie zudem bei ihrem Auftritt beim Stimmenfang Festival als große „Neuentdeckung“. Mehrere Jazzpreise und ausgezeichnete Kritiken folgten verdientermaßen – und das kann trotz großem Selbstbewusstsein wohl nicht schaden.
(Text: Benjamin Jungert)
Artikel der NN zur Verleihung des Jazzpreises:
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1025623&kat=48&man=3
Efrat Alony in Bild und Ton auf Myspace und Youtube:
http://www.myspace.com/alonymusic
http://www.youtube.com/watch?v=ip9dx7ZCX8s
http://www.youtube.com/watch?v=j_Uvzk8X3ks
http://www.youtube.com/watch?v=5Hem8UPvrNM
Links zu Efrat Alony:
http://www.enjarecords.com/bio.php?artist=Efrat%20Alony
http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Interviews.php?id=14698
http://www.jazzzeitung.de/jazz/2009/03/portrait-alony.shtml
http://www.herrenzimmer.de/788.html
http://www.jazzthing.de/review/alony/dismantling-dreams.shtml









