Nachtlüx
präsentiert
Lea W. Frey - Stimme
Venezian - Rhodes, Laptop
Raphael Becker-Foss - Schlagzeug
Peter Meyer - Gitarre
Bernhard Meyer - Bass
Wo endet der Horizont? Für Nachtlüx jedenfalls nicht schon hinterm Gartenzaun. Die Formation um Sängerin Lea W. Frey (Berlin) und Produzent Venezian (London) drängt es geradezu über zeitliche wie örtliche Grenzen hinweg. Dieses überschreitende Element spiegelt sich bei Nachtlüx in der gelungenen Synthese von romantisch gefärbten Texten und modernen symphonischen Klängen wider. So besingt Lea auf dem Debüt „Nach Norden“ schwermütig und doch schwebend zentrale Motive der Romantik. Es geht um Sehnsucht, Fernweh, Phantasie und die Wiedervereinigung von Mensch und beseelter Natur. „Klangkünstler“ Venezian, der seine Tätigkeit auch als eine Art (nicht unbedingt religiösen) „Gottesdienst“ begreift, liefert dazu die passenden Klanglandschaften. Gekonnt lässt er dabei moderne Trip Hop-Grooves und - als ein Kind der Klassik - Streicher oder ein Cembalo zusammenfließen. Über die produktiven Widersprüche im Duo äußert sich Venezian selbst: “Nacht-lüx - Nacht-Licht: Mit dem Namen haben wir versucht, die uns und unserer Musik innewohnenden Zwiespälte auszudrücken. Wir sind als kreatives Duo ja ein ganz klassisches Gegensatzpaar, Frau-Mann, Mensch-Maschine. Und da wir uns als gleichberechtigt empfinden, gibt es häufig Reibungen und Differenzen - die kann man als Spannung in unserer Musik spüren.” Und so bestehen Licht und Dunkelheit bisweilen zugleich, wie in einem dunklem Raum, in den warme Lichtstrahlen fallen und den Weg nach draußen weisen. Im titelgebenden Stück ziehen die Vögel nach Norden. Nachtlüx bieten eine Mitfluggelegenheit.
(Text: Benjamin Jungert)
Hörbeispiele auf Myspace:
http://www.myspace.com/nachtluex
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