Triband

28.09.2007 - 22:30 | Jazzstudio | 15,00 / 10,00 -zzgl. VVK-Gebühr | Jetzt Karten sichern

Soulvolles Storytelling mit geilen Grooves und bewegenden Melodien

Die zehn Songs auf "Trip", dem neuen, zweiten Album von Triband, sind von einer geradezu körperlichen Präsenz, lustvoll verspielt und doch konsequent aus harten, aber eigentümlich unverbrauchten Grooves heraus entwickelt. Sie verbinden das relaxte Songwriting zeitlos guter Popmusik mit der Freiheit und dem Lebensgefühl des Jazz. Sie mixen diese Welten souverän zu einem erkennbar eigenständigen Sound. Triband ist mehr als die Summe professioneller Erfahrungen – nämlich eines der wenigen gewachsenen Kreativ-Kollektive der aktuellen Musikszene.

Triband, das sind die Gründungsmitglieder Sandie Wollasch (Gesang), Sebastian Studnitzky (Trompete, Keyboards) und Tommy Baldu (Schlagzeug) sowie - als festes viertes Bandmitglied neu hinzu gestoßen - Michael Paucker (Bass).

 

Das viel beachtete Debütalbum „No Sleep“ liegt inzwischen zwei Jahre zurück. Zwei Jahre, in denen die Band unermüdlich auf Tour war und dadurch noch enger zusammengewachsen ist. „Da war es nur konsequent“, sagt Tommy Baldu, „dass wir auf dem neuen Album zum ersten Mal ausschließlich Eigenkompositionen präsentieren. Und zwar echte Triband-Nummern; Songs, die wir komplett gemeinsam entwickelt haben.“ Genau das macht die Magie dieser Band aus. Eine Magie, die übrigens weitgehend handgemacht ist: „Wir arbeiten zwar sehr grooveorientiert, kommen aber nicht aus der Loop- und Soundfrickler-Tradition“, erläutert Sebastian Studnitzky: „Unsere Grooves sind gespielt und nicht am Computer designt, auch da, wo sie elektronisch anmuten. Überhaupt ist die ganze Produktion sehr organisch geworden. Die Aktualität des Sounds, die uns sehr wichtig ist, entstand überwiegend manuell – und durch eher ’klassische’ Stilmittel. Wir verwenden für diese Art von Musik vorzugsweise ungewöhnliche Instrumente wie Kirchenorgel, Melotron und Harmonium, das Schlagzeug klingt häufig muffig oder scheppernd, die Gitarren sind manchmal bewusst ’dilettantisch’ gespielt, die Mikrophonierung ist absolut unkonventionell. So hat der einzelne Song wirklich alles erhalten, was er gefordert hat.“ Und Michael Paucker ergänzt: „Natürlich sind wir auch von Elektrojazz und TripHop beeinflusst, interpretieren das Ganze aber eher akustisch.“ Deshalb ist der Triband-Sound vor allem eines: lebendig.

„Produktionstechnisch“, so Baldu, „stehen wir alle auf Aufnahmen, die nicht zwanghaft perfekt klingen, sondern auch mal ein bisschen schräg und eigen sind. Dabei geht es uns um authentische Gefühle, um Musik, die den Hörer in sich hineinzieht, die frei ist und befreiend wirkt. Wir machen sozusagen Indie-Jazz.“ Wobei der Respekt vor dem Song im Mittelpunkt steht und nicht das virtuose Schaulaufen auf den Instrumenten. „Wir wollen ein klares, uneitles musikalisches Storytelling mit geilen Grooves und bewegenden Melodien.“

Der Startschuss für die Arbeit am neuen, zweiten Album fiel übrigens vor rund einem Jahr während eines gemeinsamen Trips der Band. Dabei entstanden die ersten vier Stücke für das neue Album. „Das Reisen ist für uns als Band generell sehr wichtig“, erklärt Sandie Wollasch, „weil man dabei hautnah erfährt, dass wir mit unserer Musik die Menschen wirklich erreichen. Wir haben aber nicht nur vieles gesehen und nette Leute kennen gelernt, sondern fast immer auch Ideen für ein Lied mitgenommen. Mit dem Song Trip geben wir dieses Gefühl des Willkommenseins jenen Menschen zurück, die es uns geschenkt haben. Darüber hinaus beschreibt es auf einfache Weise das menschliche Grundbedürfnis nach Weite und danach, für die Dauer einer Reise einfach mal alles hinter sich zulassen.“

 

Besetzung
Sandie Wollasch - Gesang
Sebastian Studnitzky - Trompete, Keyboards
Tommy Baldu - Schlagzeug
Michael Paucker - Bass