Tafelhalle
In dieser Fabrikationshalle, die als Relikt eines einst gewaltig bemessenen Industriegeländes, das die Bedeutung Nürnbergs als Standort für Schwermetallverarbeitung unterstrich, übrig geblieben ist, zog 1987 neues Leben ein. Auf dem „Tafelwerk“, 1875 von Julius Tafel gegründet und 200 Jahre später als Industrieruine zurückgelassen, wird ein Ort für „Musik – Tanz – Theater“. Der kompakt anmutende Bau, an den sich das ebenfalls in städtischer Regie betriebene „Museum Industriekultur“ anschließt, bietet Platz für einen bis zu 500 Besucher fassenden Theatersaal, eine Probebühne und ein Theatercafé, für Garderoben, Werkstätten, Produktionsbüros. Eine eigene Abteilung im KuF, die Abteilung Tafelhalle & Festivals, betreibt die Tafelhalle nach einem kulturpolitisch vorgegebenen Konzept: Als Ort für in freien Produktionsformen entwickelten künstlerischen Arbeiten in allen Sparten der darstellenden Kunst (Theater, Musiktheater, Tanz, Performance) und der Musik, bevorzugt, um die freie, regionale Szene zu fördern und exemplarisch zu präsentieren und um die regionale Szene mit anderen Szenen in Netzwerken zu begleiten.In der Tafelhalle finden Produktionen, Koproduktionen, Gastspiele, Festivals und Konzertreihen ihren Platz, die gerne spartenübergreifenden, also interdisziplinären Charakter haben, interkulturell motivuert sind oder auch aktuelle Tendenzen künstlerisch-ästhetischer Entwicklungen und Stilformen aufgreifen und präsentieren. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Förderung und Realisierung freier Produktionen. Die Tafelhalle soll primär ein Ort sein, an dem die sogenannte „freie Szene“ – lokal, regional, international – arbeiten, experimentieren, aufführen, gastieren kann. Das soll zum einen die Szene fördern, aber auch die Kulturlandschaft in Nürnberg – neben den Arbeiten des Staatstheaters und anderen privaten Anbietern– bereichern.
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