LAURA LÓPEZ CASTRO erhält in der Oktober-Ausgabe des auflagenstarken Musik-Magazins MUSIKEXPRESS eine sehr gute Kritik
Besprechung ihrer brandneuen CD "Inventan el ser Feliz" (deutsch: "Sie erfinden das Glücklichsein")

Lesen Sie hier die 4 Sterne-CD-Kritik:
MUSIKEXPRESS/ Oktober Ausgabe
4 Sterne-CD-Kritik
Autor: Henning Richter
Laura López Castro Y Don Philippe
Inventan el ser feliz
Konzentriert und kraftvoll singt La Castro spanische Lieder zur Gitarre.
Es erstaunt nicht, dass im Zuge der Süd-Nord-Bewegung auf dem amerikanischen Kontinent (inzwischen leben 41 Millionen Latinos in den USA) die südamerikanische Kultur immer deutlicher vernehmbar wird. Künstler wie Shakira, Juanes, Maná u.a. haben in den Staaten eine ideale Ausgangsbasis, von der aus sie die übrige Welt erobern können. Überraschender ist da schon, dass Laura López Castro und Don Philippe von ihrer Wahlheimat Berlin aus mit iberischer Musik bemerkenswerte Erfolge erzielen. Philippe ist ein alter Bekannter, als Gitarrist sorgte er für die Melodien bei Freundeskreis. Damals in Stuttgart traf er auf die spanischstämmige Laura, deren dunkle Stimme gleichermaßen Charisma und Melancholie ausstrahlt. Anfangs widmete sie sich Bossa Nova-Klassikern, später Eigenkompositionen, die sich auf ihrem letztjährigen Debüt-Album Mi libro abierto (deutsch: Mein offenes Buch) wiederfanden. Max Herre, Frontmann von Freundeskreis, wurde zum Untertstützer und beschloss, Castros Werke auf seinem Nesola-Label rauszubringen. Mit Herre Ehefrau Joy Denalene gingen die beiden auf Deutschland-Tour, mit Tindesticks-Sänger Stuart A. Staples zogen sie durch Europa. Besonders in England erhielten Castros schwere Lieder großes Echo. Inventan el ser Feliz („Sie erfinden das Glücklichsein“) präsentiert erneut sparsam instrumentierte Lieder zwischen entschleunigtem Bossa, tieftraurigem Fado und alten argentinischen Liebesdramen. Im Mittelpunkt steht diese wehmütige Stimme, begleitet von sanft schwingenden Nylonseiten. Castro singt spanische, gelegentlich auch portugiesische Texte, die häufig von der vergeblichen Suche nach Liebe handeln. Gelegentlich stimmen ein paar Streicher und eine Trompete ein, dennoch erscheinen die Lieder so nüchtern und karg wie die Landschaften des spanischen Südens. Bei aller Wehmut strahlt die Musik eine Stärke aus, die man bei deutschen Künstlern vergeblich sucht.
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