Chamber Music feat. Norma Winstone

29.09.2007 - 20:00 | Tafelhalle | 21,00 / 14,00 (AK) - 18,00 / 12,00 (VVK) - zzgl. VVK-Gebühr | Jetzt Karten sichern

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Soulvolle, seelentiefe Dreiecksgespräche in balladesker Kammerjazz-Manier

Kongeniale Partner hat Norma Winstone, die große alte Dame des europäischen Jazzgesangs, mit dem italienischen Pianisten Glauco Venier und dem Saxophonisten/Bassklarinettisten Klaus Gesing gefunden. Gemeinsam beschreitet man sicher den Weg intensivster Musikalität - gepaart mit gefühlvollem Ausdruck. Ihre Sound-Expeditionen streifen in Songs wie „San Diego Serenade“ z.B. auch Tom Waitsche Klang-Landschaften. Klaus Gesing schließt mit der Bassklarinette da an, wo Waits im Original aufhörte. Und Glauco Venier setzt mit seinen zarten Piano-Tupfern Akzente – und Norma Winstone evoziert Poesie und Intimität der Verse so kunstvoll und leidenschaftlich wie eh und je.

Norma Winstone gilt heute als die bedeutendste europäische Jazz-Sängerin. Die in London/UK geborene Stimmkünstlerin erregte erstmals in den späten 60er Jahren im renommierten Ronnie Scott´s Club mit dem berühmt-legendären Saxophonisten Roland Kirk Aufsehen. In den späten 70er Jahren begründete sie mit dem Pianisten John Taylor und dem Trompeter Kenny Wheeler die Gruppe AZIMUTH, die von der Londoner TIMES als die phantasievollste und interessanteste Kammer-Jazz-Band weltweit bezeichnet wurde. Ihre auf ECM erschienene Platte "Somewhere called home" ist ein Klassiker der Jazzgeschichte.
Ihre Stimme ist bedeutender Bestandteil von Kenny Wheeler´s Big Band mit der auch die Doppel-CD "Music for Large and Small Ensembles" unter Mitwirkung von John Abercrombie, Dave Holland, Peter Erskine und John Taylor eingespielt wurde.
Im Jahr 2001 gewann sie den Titel "Best Vocalist" beim BBC Jazz Award.

Bei Stimmenfang nun präsentiert Norma Winstone expressiv soulvolle Dreiecksgespräche in balladesker Kammerjazz-Manier im schlagzeug- und basslosen Trio mit dem italienischen Pianisten Glauco Venier und dem deutschen Saxophonisten Klaus Gesing – getreu nach ihrem Credo: „Ich bevorzuge das Kollektiv. Selbst wenn ich hie und da Standards singe, versuche ich immer Teil des Gruppensounds und nicht diejenige zu sein, die begleitet wird .“
Und Glauco Venier sagt über das gemeinsame Projekt: 'What we have in common is our european background, it provides the basis upon which we extend our improvisations, we share similar ideas about the importance of dynamics, that is why we play without drums and bass, it helps us to have more space, to move quicker”.

Gemeinsam beschreitet man sicher den Weg intensivster Musikalität - gepaart mit gefühlvollem Ausdruck. Ihr Programm bei Stimmenfang basiert auf einer Sammlung schillernder Eigenkompositionen mit dem schichten Titel „Chamber Music“ (Universal, November 2003). Diese Scheibe enthält außerdem eine kunstvolle Lyrik-Vertonung aus der Feder von James Joyce und ausgewählte „New Standards“, z.B. von Vince Mendoza oder Tom Waits („San Diego Serenade“). Im zuletzt genannten Song schließt Klaus Gesing mit der Bassklarinette da an, wo Waits im Original aufhörte, Glauco Venier setzt mit seinen zarten Piano-Tupfern Akzente – und Norma Winstone evoziert die Poesie und Intimität der Verse ebenso kunstvoll wie leidenschaftlich.

Besetzung
Norma Winstone - voice
Glauco Venier - piano
Klaus Gesing - saxophone, bassclarinet